
Bei allen unbestreitbaren und heute unverzichtbaren Vorteilen bergen digitale Medien wie Computer, Handys, Spielekonsolen und das Internet bei falscher und übermäßiger Nutzung für Kinder und Jugendliche eine Vielzahl von Gefahren, welche die Entwicklung und die Schulkarrieren von Heranwachsenden massiv beeinträchtigen können.
Ein Beispiel: Problematischer Medienkonsum ist nachweislich eine der Hauptursachen für das katastrophale Abschneiden deutscher Jugendlicher bei der PISA-Studie. Nach einer Umfrage unter mehr als 40.000 Jugendlichen verbringen 15jährige Jungen täglich im Durchschnitt 7,5 Stunden vor Bildschirmen, Mädchen 6 Stunden! 8% dieser Jungen werden als computerspielsüchtig eingestuft.
In Hessen wird auf meine Initiative hin demnächst ein landesweites Fortbildungskonzept mit der Zielsetzung anlaufen, für jede Schule eine/n Jugendmedienschutzberater/in auszubilden. Deren größte Herausforderung wird es sein, eine Generation von Eltern – und auch Lehrern – für ein Problem zu sensibilisieren, das den meisten auch nicht ansatzweise bewusst ist. 80% der Eltern ist nicht bekannt, dass ihren Kindern die ganze Palette jugendgefährdender Inhalte im Internet frei zur Verfügung steht, geschweige denn, dass Inhalte wie Porno- und Tötungsvideos ausgiebig konsumiert, herunter geladen und per Handy weiter verbreitet werden. Auch davon, dass jeder 2. Jugendliche regelrechten Datenstriptease in Onlinenetzwerken wie
www.schuelervz.de, www.wer-kennt-wen.de oder www.facebook.de begeht, wissen Eltern in der Regel nichts.
Aus diesem Grund lesen Sie bitte, das Infoblatt und diese Information Mail an möglichst viele Eltern und Lehrkräfte weiter zuleiten, um das Bemühen zu unterstützen, das Thema Jugendmedienschutz stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.
Quelle: www.medien-sicher.de
